patzig


patzig
unwirsch

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pat|zig ['pats̮ɪç] <Adj.>:
mit einer Mischung aus Grobheit, Schärfe und Frechheit auf eine Äußerung, Handlung o. Ä. eines anderen reagierend:
eine patzige Antwort geben; er war sehr patzig.
Syn.: frech, pampig (ugs. abwertend), schnoddrig (ugs. abwertend), unwirsch.

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pạt|zig 〈Adj.; umg.〉
1. eingebildet-frech, schroff abweisend
2. 〈oberdt.〉 klebrig, breiig
● eine \patzige Antwort geben; sie ist sehr, ziemlich \patzig [<frühnhd. batzig „aufgeblasen, frech“, eigtl. „klumpig, feist“; → Batzen]

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pạt|zig <Adj.> [frühnhd. batzig = aufgeblasen, frech, eigtl. = klumpig, klebrig, feist, dick, zu Batzen]:
1. (ugs. abwertend) in ungezogener Weise unwillig auffahrend, mit einer groben Antwort reagierend; unverschämt:
eine -e Bemerkung.
2. (österr. ugs.) klebrig, verschmiert.

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Pạtzig,
 
Günther, Philosoph, * Kiel 28. 9. 1926; lehrte als Professor in Hamburg (seit 1960) und Göttingen (seit 1963). Patzig hat, u. a. durch Neuausgaben von Schriften G. Freges, erheblich zur Verbreitung der analytischen Philosophie im Deutschland der Nachkriegszeit beigetragen. Neben Arbeiten zur antiken Philosophie, besonders zu Aristoteles, bemühte er sich um eine metaphysikfreie Begründung der Ethik, unter Verwendung von Ansätzen I. Kants und des Utilitarismus. Seit 1983 gilt sein Interesse v. a. der ökologischen und Medizinethik.
 
Werke: Die aristotelische Syllogistik. Logisch-philologische Untersuchungen über das Buch A der »Ersten Analytiken« (1959); Sprache und Logik (1970); Ethik ohne Metaphysik (1971); Tatsachen, Normen, Sätze (1980); Aristoteles »Metaphysik Z«. Text, Übersetzung und Kommentar, 2 Bände (1988, mit M. Frede).
 
Ausgabe: Gesammelte Schriften, 4 Bände (1993-96).

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pạt|zig <Adj.> [frühnhd. batzig = aufgeblasen, frech, eigtl. = klumpig, klebrig, feist, dick, zu ↑Batzen] (ugs. abwertend): 1. in ungezogener Weise unwillig auffahrend, mit einer groben Antwort reagierend; unverschämt: eine -e Bemerkung; Sie sind frech, geben -e Antworten, reden mit der Zigarette im Mund (Hörzu 37, 1981, 149); p. sein, antworten; „Mir egal.“ - „Nun werd nicht p., Moni, bitte!“ (Loest, Pistole 222). 2. (österr.) klebrig, verschmiert.

Universal-Lexikon. 2012.

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